Männer, die Retter des Feminismus – na, wenn Cicero das sagt

Es ist ja eigentlich so ein bisschen schön, wenn die männlichen Feministen sich auch mal zu Wort melden und unterstützen, nicht zuletzt, weil die männlichen Anti-Feministen dann leider doch eher auf die manly Stimmen hören. Aber wie feministisch ein männlicher Feminist ist, der sich selbst als Retter des Feminismus sieht, weil doch die weiblichen Feministen (auch Feministinnen genannt) zu verbissen und humorlos sind und sowieso zu kleinteilig an das Problem herangehen, das darf man sich dann mit gerunzelter Stirn und aller Humorlosigkeit dieser Welt fragen.

Lieber Alexander Marguier vom Cicero-Magazin: wenn ich mir an einem lauen Sommerabend mit todernster Miene das Frauendrama „Bridesmaids“ ansehe und dabei so verbissen bin, dass ich nicht mal meine Schokolade zwischen die mahlenden Zähne schieben kann, dann wünsche ich mir zwar schon einen Mann herbei, der das Alles nicht so ernst nimmt und mich aus meiner Arschkuhle im Sofa retten will, doch bitte einen, der mit seinem weißen Ross nicht mein schönes Linoleum ruiniert.

Und bevor es verletzte Gefühle gibt: die männlichen Feministen gibt es ja und die sind einsichtig, unterstützen und tun vor allem eins: sie hören zu. Die Lektion haben sie (und manchmal auch ich, in einer bitterernsten Sekunde) übrigens vom Umgang mit Rassismus gelernt.

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